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Jahresrückblick  -  1998/99

Für die Schülerinnen und Schüler bzw. für die ganze Schule wird ein Jahr dann zu einem besonderen Höhepunkt, wenn sich neben dem schulischen Alltag besondere Ereignisse erzählen lassen. Auch dieses Jahr gibt es wieder viel von Festen, Vorträgen und Neuerungen zu berichten.

Zur Tradition wurde in den vergangenen Jahren der Brauch, dass Mitglieder der Niedernauer und Bieringer Narrenzunft die Schülerinnen und Schüler am Schmotzigen von der Schule befreien. Mit der "Lumpenkapelle" der Stoagrättle zog Schwung und Tanz in die Unterrichts-räume. Nach einer Narrenpredigt und einer allgemeinen Schunkel- und Tanzrunde wurden die Kinder (und Lehrerinnen) in die Fasnetsferien entlassen.

Der Elternbeirat der Grundschule organisierte zwei Vorträge.

Frau Dr. Neef wies am 30. März 1998 in ihrem Vortrag Mäuschen piep einmal - Vom Umgang mit dem Computer in der Grundschule auf die Notwendigkeit hin, Kinder schon auf der Stufe der Grundschule mit dem Arbeiten und Lernen am Computer vertraut zu machen. In einer industrialisierten, globalisierten Welt, in der von den Arbeitnehmern sehr häufig Computerkenntnisse verlangt werden, muss die Schule darauf reagieren und den Umgang mit dem Computer als weitere Kulturtechnik vermitteln. Zumal es Kinder gibt, die zu Hause keinen Zugang zu PC´s haben (Chancengleichheit!) und vor allem jüngere Kinder besonders viel von dieser neuen Technik profitieren können. Die Bad Niedernauer Schule hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, pro Klasse zwei bis drei Rechner zu “organisieren“. Bisher verfügt jede Klasse über ein bis zwei Computer, wobei der Schule nur zwei Geräte über den Modellversuch "Multimediale Lernumgebung in der Grundschule" vom Land zur Verfügung gestellt wurden. Alle weiteren wurden uns von engagierten Eltern entweder geschenkt oder für einen geringen Preis besorgt.

Die Praxis zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler den Computer hoch motiviert zum Arbeiten und Lernen nutzen. Die Programme, die die Schule bisher anschaffen konnte, dienen in Deutsch, Mathematik und dem Heimat- und Sachunterricht dem Üben und Forschen aber auch der Logikschulung und der Kreativitätsförderung. Darüber hinaus werden die Rechner natürlich auch dazu verwendet, Texte zu schreiben und zu gestalten.

Frau Dreher von der Bildungsberatungsstelle in Tübingen hielt am 11. Mai 1998 einen Vortrag zum Thema "In Gemeinschaft leben braucht Grenzen und Regeln". In ihrem sehr temperamentvoll vorgetragenen Referat ging sie auf die Fragen: Wie stellen wir sie auf? und Wie setzen wir sie durch? ausgiebig ein. Die vielen selbst erlebten Beispiele brachten die Zuhörerinnen und Zuhörer des Öfteren zum Lachen und regten zum Nachdenken an.

Am 7. April lud die Grundschule alle Eltern und Kindergartenkinder zu einem Frühlingsfest ein. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ein bunt gemischtes Programm geboten. Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse trugen ein langes und lustiges Osterhasen-Gedicht vor, zu dem sie viele Szenen einstudiert hatten. Die Hasen der zweiten Klasse unterhielten mit einer sportlichen Einlage. Wie schon in dem Kinderbuch Häschenschule beschrieben, lernen kleine Hasen in der allerletzten Stunde in Sport das Haken schlagen, um dem Fuchs zu entkommen. Die Bad Niedernauer Häschen hatten sich jedoch noch eine andere Strategie überlegt. Sie übten Pyramiden und versuchten so, alle - nicht nur den Fuchs - zu beeindrucken. Was ihnen natürlich auch gelang. Die fünf alten Schulbänke, die der Schule von Familie Beyer auf Zeit überlassen wurden, vermittelten tatsächlich den Eindruck, in Bad Niedernau gäbe es eine Häschenschule. Klasse 3 führte als Schattenspiel die Geschichte vom Hasen Augustin vor, wie er ebenfalls dem Fuchs und der Flinte entkommt. Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse hatten Ausschnitte aus der Vogelhochzeit von Zuckowski einstudiert. Die vorhandenen Strophen des Liedes bezüglich der Partnersuche, des Brutverhaltens und der Aufzucht eines Amselkindes waren um einige Verse erweitert worden. Auch hier wurden die einzelnen Szenen nicht nur gesungen sondern auch gespielt.

Das Jahr 1998 stand besonders im Zeichen des Sports.

Am 24. März 1998 nahmen wieder Schüler beim alljährlichen Fußball-Hallenturnier in der Eichenberghalle in Hirrlingen teil. Unsere Spieler konnten dieses Jahr Platz zwei erreichen. Erst im Endspiel unterlag die hervorragend spielende Mannschaft im Elfmeter Schießen dem Turniergewinner.

Wie immer starteten wir auch wieder in Pliezhausen beim alljährlichen Leichtathletikwettkampf. Dieses Jahr reichte es mit einer Gesamtpunktzahl von 8149 leider nur zum 21. Platz (von 34 Mannschaften). Bei den Bundesjugendspielen, die wir auf der Wiese hinter den Tennisplätzen veranstalteten, gewannen drei Kinder eine Ehrenkunde und 30 eine Siegerurkunde! Teilgenommen haben insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler.

Für eine Woche (15.-19. Juni) war unser Religionszimmer zu einer regelrechten Lesehöhle umgestaltet. Zwei große, gut gefüllte Kisten mit Büchern für jedes Lesealter wurde uns von der Osianderschen Buchhandlung für unsere Lesewoche zur Verfügung gestellt. Täglich verkrochen sich Bücherwürmer und Leseratten in die verschiedenen Ecken und lasen, lasen, lasen. 

Das Sommerfest am 4. Juli stand ganz im Zeichen der Olympiade 1998. Zum ersten Mal fanden auf der Festwiese hinter den Tennisplätzen Olympische Spiele statt. Darüber berichtete der Schwarzwälder Bote ausführlich. 

Da am Ende einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gleichen Punktestand aufwiesen, mussten die Medaillen durch Kirschkern-Weitspucken ermittelt werden. Folgende Kinder wurden als Sieger ermittelt:

Kindergarten-Kinder: Manuel Duffner, Julian Albus und Marc Maier

Klasse 1: Michael Truffner, Joachim Lousberg, Elena Schwab

Klasse 2: Philipp Biering, Dominic Vögele, June Nardiello

Klasse 3: Patrick Duffner, Katharina Turri, Murat Akgün

Klasse 4: Raphael Huttner, Daniel Albus, Felix Goltz

Aline Hertkorn (Klasse 1), Judith Lousberg und Julian Frank (Klasse 2), Maria Albus und Claudio Kienzle (3) belegten die undankbaren vierten Plätze und mussten ohne Medaille nach Hause gehen.  

Einschulung

Am 15. September 1998 begann für 30 Kinder aus Bad Niedernau, Bieringen und Obernau ihre Schulzeit. Frau Dr. Neef führte in Klasse 1a alle Bieringer Kinder. Das waren: Benedikt Beyer, Julia Rapp, Petra Wolf, Öznur Önder, David Flamm, Natalie Heck, Thommy Steiner, Amanda Fauser, Tanja Paetz, Robert Kübler, Julia Rapp, Julian Albus und Katrin Sauter.

Frau Gisela Pfeffer war die Klassenlehrerin der Obernauer und Niedernauer Kinder. Das waren: Jana Schramm, Theresa Frank, Lisa Faiß, Tim Haitz, Olga Jerke, Kilian Weiß, Anne Biering, Manuel Duffner, Lucca Schmitt, Carmen Werner, Marc Maier, Ceylan Akgün, Amanda Ruf, Andrej Skora, Sandra Federle, Kerstin Fleiner und Ramona Barth. 

Insgesamt besuchten bis zum Jahresende genau 100 Schülerinnen und Schüler die fünf Klassen unserer Schule. Sie wurden von neun Lehrerinnen unterrichtet: Frau Dr. Neef (1a), Frau Pfeffer (1b), Frau Rempfer (2), Frau Zonsius (3) und Frau Goller (4). Außerdem arbeiteten Frau Allmendinger, Frau Atalay, Frau Peters und Frau Weber-Stahl als Fach-lehrerinnen an der Schule. 

Die Erstklässler konnten gleich am 13. November beim Herbstfest zeigen, dass sie schon einige Lieder und Gedichte auswendig konnten. Die zweite Klasse hatte das Theaterstück  Der Wind vor dem Richter  weiter gedichtet und eindrucksvoll vorgeführt.

Mit Klavierbegleitung sangen die Drittklässler einige Lieder und trugen ihre Gedichte vor. Der Beitrag der vierten Klasse bestach besonders durch die szenische Umsetzung des Gedichts von Sebastian Blau Bad Niedernau  Langsam wachset die Schatta im Tal... 

Auch dieses Jahr konnte der Elternbeirat wieder einen Beitrag für einen guten Zweck überweisen. Insgesamt kamen den Erdbebenopfern in Ecuador 900 DM zugute. Das Geld war in den ersten vier Pausenverkäufen zusammengekommen und wurde von Frau Regine Kaiser aus Bieringen, unserer Elternbeiratsvorsitzenden, überwiesen. 

Die einzelnen Klassen veranstalteten darüber hinaus noch weitere interessante und erlebnis-orientierte Aktivitäten wie Lerngänge, Wandertage, Klassenfeste, einen Schullandheim-aufenthalt und vieles mehr. Viele dieser Unternehmungen, z.B. auch unsere monatlichen Pausenverkäufe, sind ohne die Mithilfe der Eltern nicht zu realisieren. Das Kollegium möchte sich deshalb für das vielfältige Engagement der Eltern bedanken. 

Dr. Regina Neef

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